eFoil Geschwindigkeit: Wie schnell fährt ein eFoil wirklich?
eFoil Geschwindigkeit: 20–30 km/h Reisetempo, bis 55 km/h Spitze, Abheben bei rund 20 km/h. Dazu Flügelwahl, PS, Akkulaufzeit und Regeln auf dem Wasser.
Kurzantwort
Die eFoil Geschwindigkeit liegt im entspannten Reisetempo bei 20 bis 30 km/h, sportliche Fahrer sind mit 35 bis 45 km/h unterwegs. Unsere Hardboards, also Boards mit fester Schale statt Luftkammern, erreichen bis zu 50 km/h (Adventure) oder 55 km/h (Performance und Competition). Abheben kannst du je nach Flügel und Gewicht bei rund 20 km/h. Darunter gleitest du langsamer, aber entspannt über das Wasser.
- Reisetempo: 20–30 km/h, sportlich: 35–45 km/h, Höchstgeschwindigkeit: bis 55 km/h
- Größere Frontflügel, also die Hauptflügel unter dem Board, heben früher ab, kleinere machen dich schneller
- Fliegen spart Energie, Vollgas und raue Bedingungen leeren den Akku schneller
- Motorleistung sagt wenig über das Tempo, Flügel und Gewicht sagen viel
- Welche Regeln und Tempolimits gelten, hängt vom Gewässer ab
Du hast Videos gesehen, in denen jemand auf einem eFoil, einem Surfboard mit Elektroantrieb und Unterwasserflügel, lautlos über den See fliegt. Jetzt fragst du dich: Wie schnell ist das eigentlich? Und fühlt es sich gefährlich an oder entspannt? Genau diese Fragen hören wir von Interessenten ständig.
In diesem Artikel bekommst du echte Zahlen zur eFoil Geschwindigkeit statt Werbeversprechen. Wir erklären, ab welchem Tempo ein eFoil abhebt, wie schnell unsere Boards sind und warum der Flügel wichtiger ist als der Motor. Dazu kommt, wie dein Fahrstil die Akkulaufzeit beeinflusst und worauf du bei den Regeln deines Gewässers achten solltest.
Stand: September 2026
eFoil Geschwindigkeit im Überblick: Wie schnell fährt ein eFoil?
Ein eFoil fährt im entspannten Reisetempo 20 bis 30 km/h, sportliche Fahrer sind mit 35 bis 45 km/h unterwegs. Unsere Hardboards erreichen laut Datenblatt bis zu 50 oder 55 km/h. Abheben kannst du je nach Setup bei rund 20 km/h, darunter gleitet das Board wie ein Boot über das Wasser.
Die Werte in der Tabelle sind Richtwerte aus unserer Praxis. Dein tatsächliches Tempo hängt vom Flügel, von deinem Gewicht, vom Fahrmodus und vom Wasser ab. Zum Vergleich: 25 km/h sind ungefähr das Tempo, bei dem ein E-Bike die Motorunterstützung abschaltet.
Weil Windvorhersagen und Seekarten mit Knoten rechnen, steht der Wert daneben. Ein Knoten entspricht 1,852 km/h.
| Situation | Geschwindigkeit | In Knoten (gerundet) |
|---|---|---|
| Gleitfahrt vor dem Abheben | unter 20 km/h | unter 10,8 kn |
| Abheben | rund 20 km/h | ca. 10,8 kn |
| Entspanntes Reisetempo | 20–30 km/h | ca. 10,8–16,2 kn |
| Sportliches Fahren | 35–45 km/h | ca. 18,9–24,3 kn |
| Höchstgeschwindigkeit Adventure | bis zu 50 km/h | ca. 27,0 kn |
| Höchstgeschwindigkeit Performance und Competition | bis zu 55 km/h | ca. 29,7 kn |
Aus unserer Erfahrung: Die meisten Fahrer verbringen den größten Teil ihrer Session im Reisetempo zwischen 20 und 30 km/h. Dort liegt das Board ruhig, der Akku hält lange und du hast Zeit, auf Schwimmer oder Boote zu reagieren.
Ab welcher Geschwindigkeit hebt ein eFoil ab?
Ein eFoil hebt je nach Flügel und Gewicht bei rund 20 km/h ab, mit großen Frontflügeln und leichten Fahrern etwas früher. Unter diesem Tempo gleitet das Board wie ein Boot über das Wasser, darüber trägt dich allein der Flügel am Mast, der senkrechten Strebe zwischen Board und Flügel.
Das Abhebetempo ist die Geschwindigkeit, ab der der Frontflügel genug Auftrieb erzeugt, um Board und Fahrer ganz aus dem Wasser zu heben. Ab diesem Moment verschwindet der Widerstand des Boards im Wasser. Die Fahrt wird leiser, ruhiger und effizienter.
Du musst aber nicht fliegen, um Spaß zu haben. In der Gleitfahrt unter 20 km/h liegt das Board auf dem Wasser und du fährst gemütlich, fast wie mit einem kleinen Boot. Bei wenig Wellengang ist das entspannt, ideal zum Kennenlernen und für eine ruhige Runde mit Blick aufs Ufer.

Das Prinzip des Fliegens kennst du vom Autofenster. Halte die flache Hand hinaus und kipp sie leicht nach oben. Bei 30 km/h spürst du kaum etwas, bei 100 km/h drückt es deine Hand kräftig nach oben.
Der Frontflügel macht genau das, nur im Wasser. Wasser ist rund 800-mal dichter als Luft. Deshalb reicht schon ein kleiner Flügel bei niedrigem Tempo. Wie ein Hydrofoil, also ein Tragflügel unter Wasser, im Detail funktioniert, erklären wir in unserem Grundlagenartikel Wie funktioniert ein Hydrofoil?
Warum Gewicht und Flügelfläche das Abhebetempo bestimmen
Der Auftrieb wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit und linear mit der Flügelfläche. Das beschreibt die Formel für den dynamischen Auftrieb. Daraus folgt eine einfache Regel: Das Abhebetempo steigt mit der Wurzel aus dem Verhältnis von Gewicht zu Flügelfläche.
Drei Rechenbeispiele mit unseren Frontflügeln, jeweils bei vergleichbarem Profil, also ähnlicher Form des Flügelquerschnitts. Angenommen, du hebst mit dem Freeride 1350 bei rund 20 km/h ab, und du, Board und Ausrüstung wiegen zusammen 100 Kilogramm:
- Easyride 2000 statt Freeride 1350: Die Fläche wächst von 1350 auf 2000 cm². Das Abhebetempo sinkt um rund 18 Prozent, auf etwa 16 km/h.
- Freerace 900 statt Freeride 1350: Die Fläche schrumpft auf 900 cm². Du brauchst rund 22 Prozent mehr Tempo, also knapp 25 km/h.
- Das Gesamtgewicht steigt von 100 auf 125 Kilogramm: Das sind 25 Prozent mehr Last. Das Abhebetempo steigt um rund 12 Prozent, auf gut 22 km/h.
Doppelte Flügelfläche halbiert das Abhebetempo also nicht, sie senkt es um knapp 30 Prozent. Die Rechnung ist eine Vereinfachung, weil unsere Flügel unterschiedliche Profile und Streckungen haben. Streckung meint das Verhältnis von Spannweite zu Flügeltiefe. Die Richtung stimmt aber immer: Mehr Fläche heißt früher fliegen.
Wie schnell sind unsere Aerofoils-Hardboards?
Das Aerofoils Adventure eFoil Set erreicht laut Datenblatt bis zu 50 km/h, das Performance und das Competition eFoil Set schaffen bis zu 55 km/h. Diese Höchstwerte gelten für das Gesamtsystem unter guten Bedingungen, im Alltag fährst du meist deutlich langsamer.
| Hardboard | Volumen | Max. Fahrergewicht | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|---|
| Adventure | 103 L | 120 kg | bis zu 50 km/h |
| Performance | 83 L | 110 kg | bis zu 55 km/h |
| Competition | 73 L | 100 kg | bis zu 55 km/h |

Das Volumen beschreibt, wie viel Auftrieb das Board selbst im Wasser hat. Viel Volumen trägt dich beim Start wie eine dicke Luftmatratze. Wenig Volumen fühlt sich eher wie ein schmales Surfbrett an, macht das Board aber leichter und wendiger, sobald du fliegst.
Die 5 km/h Unterschied zwischen Adventure und Performance spürst du erst, wenn du Vollgas fährst. Im Reisetempo zwischen 20 und 30 km/h sind alle drei Boards schnell genug. Viel stärker unterscheiden sie sich in Stabilität, Wendigkeit und maximalem Fahrergewicht.
Wenn du neu einsteigst, spielt die Höchstgeschwindigkeit deshalb kaum eine Rolle. Wichtiger sind ein Board, das zu deinem Gewicht passt, und ein Flügel, der früh abhebt.
Welcher Flügel macht dich schneller?
Kleinere Frontflügel machen dich schneller, größere heben früher ab: Der Freeride 1350 schafft laut unserer Wing-Übersicht bis zu 46 km/h, der Freerace 900 bis zu 50 km/h. Der Easyride 2000 ist dagegen auf frühen Auftrieb und viel Stabilität ausgelegt, nicht auf Tempo.
Der Grund ist Widerstand. Ein großer Flügel erzeugt viel Auftrieb, bremst aber bei hohem Tempo stärker. Ein kleiner Flügel gleitet mit weniger Widerstand durchs Wasser. Er braucht dafür mehr Anlauf und reagiert empfindlicher auf deine Gewichtsverlagerung.
| Frontflügel | Fläche | Charakter | Angegebenes Tempo |
|---|---|---|---|
| Easyride 2000 | 2000 cm² | Größter Auftrieb, für Einsteiger, schwerere Fahrer, Schulen | früher Start, keine Speed-Angabe |
| Freeride 1350 | 1350 cm² | Allrounder vom Einsteiger bis Fortgeschrittenen | bis zu 46 km/h |
| Freerace 900 | 900 cm² | Speed-Flügel für erfahrene Fahrer | bis zu 50 km/h |

Easyride 2000 (links) und Freerace 900 (rechts), jeweils mit Stabilizer. Nicht maßstabsgetreu.
Die Flügelwerte aus unserer Wing-Übersicht gelten für einen typischen Fahrer. Die Board-Werte zeigen, was das Gesamtsystem maximal schafft, etwa mit leichtem Fahrer, sportlichem Setup und glattem Wasser. Im Alltag rechnest du besser mit den Flügelwerten.
Zum Flügelsystem gehört auch der Stabilizer. Das ist der kleine Heckflügel am hinteren Ende der Fuselage, der Verbindungsstange unten am Mast. Er dämpft das Nicken, also das Auf und Ab der Boardnase. Ein kleinerer Stabilizer macht das Setup schneller, aber auch nervöser.
Wenn du schon ein Aerofoils-eFoil fährst: Viele Fahrer müssen bei hohem Tempo immer weiter nach vorne stehen, weil der Frontflügel mehr Auftrieb erzeugt. Ein positiver Shim ist ein kleiner Keil zwischen Fuselage und Stabilizer. Er verringert den Abtrieb am Heck, also die Kraft, mit der der Stabilizer das Heck nach unten zieht. Das bringt mehr Endgeschwindigkeit und eine entspanntere Haltung, macht das Board aber sensibler, wie wir in Anstellwinkel am eFoil-Stabilizer zeigen.
Faustregel: Wechsle erst auf einen kleineren Flügel, wenn du sicher abhebst, stabil Kurven fährst und oft am oberen Ende seines Tempobereichs unterwegs bist.
Was bestimmt dein Tempo außer dem Flügel?
Neben dem Flügel entscheiden vor allem dein Gewicht, der gewählte Fahrmodus und die Bedingungen auf dem Wasser über dein tatsächliches Tempo. Wind, Wellen und Kabbelwasser kosten Geschwindigkeit und Kontrolle, während der Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser praktisch keine Rolle spielt.
- Gewicht: Mehr Gewicht braucht mehr Auftrieb. Du hebst später ab und erreichst die Höchstgeschwindigkeit schwerer. Achte auf das maximale Fahrergewicht deines Boards.
- Fahrmodus: Im Einsteigermodus ist die Höchstgeschwindigkeit bewusst begrenzt. Das volle Tempo gibt erst der sportlichste Modus frei, mehr dazu im Abschnitt zu Fahrmodi und Speed Limiter.
- Wind: Gegenwind bremst dich und macht das Board unruhiger. Rückenwind schiebt, erschwert aber oft die Kontrolle.
- Kabbelwasser und Wellen: Kabbelwasser sind kurze, unregelmäßige Wellen. Sie zwingen dich, langsamer zu fahren, sonst taucht der Flügel auf oder das Board schlägt auf.
- Salz- oder Süßwasser: Salzwasser ist rund 2,5 Prozent dichter. Rechnerisch sinkt das Abhebetempo dadurch nur um etwa 1 Prozent. Das spürst du nicht.
Wenn du schon ein Aerofoils-eFoil fährst, lohnt ein Blick auf das Display deiner Fernbedienung. Sie zeigt dir die aktuelle Geschwindigkeit in km/h. So lernst du schnell, bei welchem Tempo dein Setup am ruhigsten liegt.
Wie beeinflusst dein Fahrstil die Akkulaufzeit?
Am längsten fährst du, wenn du fliegst und ein ruhiges Reisetempo hältst. Hohes Tempo, dauerndes Vollgas, Wind, Wellen und ein höheres Gewicht leeren den Akku schneller. Auch die Gleitfahrt auf dem Wasser kostet mehr Energie als das Fliegen, weil das Board dabei durchs Wasser geschoben wird.
Unser Endurance-Akku schafft mit einer Ladung bis zu 120 Minuten oder bis zu 40 km, der Light-Akku bis zu 60 Minuten oder 20 km. Diese Werte erreichst du bei ruhiger, gleichmäßiger Fahrt.
Der größte Hebel ist der Unterschied zwischen Gleiten und Fliegen. In der Gleitfahrt liegt das ganze Board im Wasser und schiebt eine Bugwelle vor sich her, wie ein Boot. Das kostet viel Kraft. Sobald du fliegst, sind nur noch Flügel, Mast und Antrieb im Wasser. Der Widerstand sinkt deutlich, und du kommst mit derselben Akkuladung viel weiter.

Nach oben gilt eine einfache Faustregel: Der Widerstand von Flügel, Mast und Antrieb wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Du kennst das vom Radfahren: Bei doppeltem Tempo drückt der Fahrtwind etwa viermal so stark. Wer die ganze Session Vollgas fährt, hat deshalb spürbar früher Schluss als jemand, der entspannt im Reisetempo fliegt.
So holst du mehr Fahrzeit aus jeder Ladung:
- Heb zügig ab, statt lange in der Gleitfahrt zu bleiben.
- Fahr die meiste Zeit im Reisetempo etwas oberhalb des Abhebetempos.
- Nutze Vollgas-Passagen bewusst, statt sie dauerhaft zu fahren.
- Wähle bei Wind und Wellen lieber geschützte Buchten.
Praxis-Tipp: Plane den Rückweg immer mit Reserve. Fahr möglichst gegen den Wind los, solange der Akku voll ist. Dann schiebt dich der Wind auf dem Heimweg, wenn die Energie knapp wird.
Fahrmodi, Powerstufen und Speed Limiter: So steuerst du dein Tempo
Unsere Fernbedienung bietet drei Fahrmodi, zehn Powerstufen und einen Speed Limiter, mit denen du Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit festlegst. Für Einsteiger sind diese Einstellungen wichtiger als jede Höchstgeschwindigkeit, weil sie das Board berechenbar machen und harte Stürze bei hohem Tempo vermeiden helfen.
Die drei Fahrmodi unterscheiden sich im Ansprechverhalten und in der Tempogrenze:
| Fahrmodus | Ansprechverhalten | Höchstgeschwindigkeit | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Gonna-Fly | sanft, Schub baut sich ruhig auf | aktiv begrenzt | ersten Sessions, maximaler Fahrzeit |
| Nice & Smooth | ausgewogen und direkter | aktiv begrenzt | den meisten Fahrten |
| Rocket Ride | unmittelbar, volle Leistung | volle Freigabe | erfahrenen Fahrern |
Powerstufen teilen den Leistungsbereich innerhalb jedes Modus auf, ähnlich wie Gänge beim Fahrrad. Mit den Double Gears werden aus zehn Stufen 20 feinere. Das hilft beim langsamen Anfahren, wenn du das Abheben kontrollieren willst.
Der Speed Limiter setzt eine feste Obergrenze für die Geschwindigkeit, egal wie weit du den Gashebel ziehst. Er arbeitet nur mit GPS-Empfang. Im Modus Gonna-Fly begrenzt er zusätzlich die Beschleunigung.
Wie schnell solltest du als Einsteiger fahren?
In den ersten Sessions bleibst du am besten deutlich unter 30 km/h, denn das Ziel ist kontrolliertes Abheben und sanftes Landen, nicht Tempo. Wer zu früh zu schnell fährt, stürzt härter, verliert Vertrauen und braucht am Ende länger, bis das Fliegen wirklich sitzt.
So steigerst du dein Tempo Schritt für Schritt:
- Liegend und kniend starten: Gewöhn dich im Modus Gonna-Fly in der Gleitfahrt an Gas und Lenkung, ohne abzuheben.
- Kurz abheben, gleich wieder landen: Bau langsam Tempo auf, bis das Board sich hebt, und nimm sofort etwas Gas zurück.
- Konstant fliegen bei rund 20 bis 25 km/h: Halte die Höhe, fahr lange Geraden und erste weite Kurven.
- In den nächsten Modus wechseln: Erst wenn Start, Kurve und Landung sicher klappen, probierst du Nice & Smooth.
- Tempo in kleinen Stufen steigern: Nutze die Double Gears und den Speed Limiter, um dich langsam an höhere Geschwindigkeiten heranzutasten.
In der Aerofoils Academy unserer App findest du dazu Tutorial-Videos und Handbücher zu deinem eFoil.
Wie gefährlich ist ein Sturz bei 40 km/h?
Ein Sturz bei 40 km/h ist deutlich härter als bei 20 km/h, weil die Aufprallenergie mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst. Doppeltes Tempo bedeutet etwa viermal so viel Energie. Einen Helm empfehlen wir deshalb immer, ab sportlichem Tempo gehört auch eine Prallschutzweste dazu.
Wasser fühlt sich bei hohem Tempo nicht mehr weich an. Du schlägst flach auf und rutschst über die Oberfläche. Eine Prallschutzweste dämpft den Aufprall am Oberkörper. Ein Wassersporthelm schützt deinen Kopf vor dem Board und vor dem Aufprall aufs Wasser.
Genauso wichtig ist Abstand. Bei 40 km/h legst du in einer Sekunde rund 11 Meter zurück. Halte deshalb so viel Abstand zu Schwimmern, Stegen und Booten, dass du jederzeit ausweichen kannst.

Unser Jet-Antrieb arbeitet mit einem Propeller in einem geschlossenen Gehäuse, offene Blätter gibt es also nicht. Das Board selbst und der Flügel bleiben aber harte Gegenstände.
Wie schnell darfst du auf deutschen Gewässern fahren?
Ein bundesweit einheitliches Tempolimit für eFoils gibt es nicht. Welche Regeln gelten, hängt vom Gewässer ab und davon, wer dafür zuständig ist. In Ufernähe, an Badestellen und in Häfen gelten oft strengere Grenzen, auf manchen Gewässern sind motorisierte Fahrzeuge ganz verboten.
Grob lassen sich drei Fälle unterscheiden:
- Bundeswasserstraßen: Große Flüsse, Kanäle und viele angrenzende Seen gehören dem Bund. Hier gelten die Regeln der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Einen Überblick bietet ELWIS, der Informationsdienst der Verwaltung.
- Landesgewässer: Die meisten Seen regeln die Bundesländer mit eigenen Verordnungen. Dazu kommen oft Vorgaben von Landkreis oder Gemeinde.
- Private Gewässer und Schutzgebiete: Auf privaten Seen entscheidet der Eigentümer. In Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist das Fahren häufig eingeschränkt oder verboten.
Frag vor deiner ersten Session auf einem neuen Revier bei der zuständigen Behörde, der Wasserschutzpolizei oder dem örtlichen Wassersportverein nach. Die kennen die Regeln vor Ort am besten.

Wichtig: Tempolimits gelten auch für dich, selbst wenn dein eFoil leise und emissionsfrei ist. Nutze den Speed Limiter, um unter dem Limit deines Reviers zu bleiben, dann musst du nicht ständig aufs Display schauen.
Zu Kennzeichen, Führerschein und Revierregeln haben wir einen eigenen Leitfaden: eFoil-Vorschriften in Deutschland.
Wie viel PS hat ein eFoil? Leistung und Einheiten richtig lesen
Unsere Antriebseinheiten leisten laut Datenblatt maximal 5 kW, das sind rund 6,8 PS. Das klingt wenig, reicht aber für bis zu 55 km/h, weil ein fliegendes eFoil kaum Widerstand durch das Board überwinden muss. Das Tempo bestimmen vor allem Flügel, Gewicht und der Wirkungsgrad des Antriebs.
Die 5 kW gelten für beide Antriebe, die Competition eDrive Unit 80 cm und die Hyperdrive ABS Jet Drive Unit 60 cm.
Ein Jetski braucht viel mehr Leistung, weil er seinen Rumpf durchs Wasser schiebt. Ein eFoil fliegt über dem Wasser und muss nur Flügel, Mast und Antrieb durch das Wasser ziehen. Deshalb reicht deutlich weniger Leistung für ein ähnliches Reisetempo.
Für die Umrechnung gilt: 1 kW entspricht 1,36 PS. Die Leistung ist auch für Kennzeichen und Führerschein wichtig, denn dafür gibt es in Deutschland feste PS-Grenzen. Welche das sind und was sie für dein Revier bedeuten, erklären wir in unserem Leitfaden zu den eFoil-Vorschriften.
Wenn du im Ausland fährst, begegnen dir oft Meilen pro Stunde, vor allem in den USA und in Großbritannien:
| km/h | Knoten | mph |
|---|---|---|
| 20 | 10,8 | 12,4 |
| 25 | 13,5 | 15,5 |
| 46 | 24,8 | 28,6 |
| 50 | 27,0 | 31,1 |
| 55 | 29,7 | 34,2 |
Unser Fazit
Ein eFoil ist schnell genug, dass dein Puls steigt, doch seine Stärke liegt im Reisetempo zwischen 20 und 30 km/h. Dort fliegst du stabil, sparst Akku und behältst die Kontrolle. Mehr Tempo holst du vor allem über Flügel, Gewicht und Fahrmodus, und die Regeln deines Reviers hältst du mit dem Speed Limiter ein. Welches Board und welcher Flügel zu deinem Gewicht und Revier passen, zeigt dir unser Board-Match-Quiz.
Häufige Fragen
Wie viel PS hat ein eFoil?
Unsere Antriebseinheiten leisten maximal 5 kW, das sind rund 6,8 PS. Für das Tempo ist die Leistung aber zweitrangig, weil ein eFoil über dem Wasser fliegt und kaum Widerstand durch das Board hat. Flügelgröße und Fahrergewicht beeinflussen die Geschwindigkeit stärker als die Motorleistung.
Fährt ein eFoil im Salzwasser schneller als im Süßwasser?
Kaum messbar. Salzwasser ist rund 2,5 Prozent dichter als Süßwasser und erzeugt deshalb etwas mehr Auftrieb. Rechnerisch sinkt das Abhebetempo dadurch nur um etwa 1 Prozent. Wellen, Strömung und Wind wirken sich auf dem Meer viel stärker auf dein Tempo aus.
Darf ich mit dem eFoil in Ufernähe schnell fahren?
Das hängt vom Gewässer ab. In Ufernähe, an Badestellen und in Häfen gelten oft strengere Tempolimits oder sogar Fahrverbote. Zuständig sind je nach Gewässer die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, das Bundesland, die Kommune oder der Eigentümer. Prüfe die Regeln deines Reviers vor der Session.
Bei welchem Tempo fährt ein eFoil am sparsamsten?
Am sparsamsten fährst du, wenn du fliegst und ein ruhiges Reisetempo etwas oberhalb des Abhebetempos hältst. In der Gleitfahrt schiebt sich das ganze Board durchs Wasser und braucht mehr Energie. Bei hohem Tempo wächst dagegen der Widerstand von Flügel, Mast und Antrieb stark an.
Warum ist der Akku bei Vollgas schneller leer?
Der Widerstand im Wasser wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bei doppeltem Tempo muss der Antrieb also gegen etwa viermal so viel Widerstand arbeiten. Wind, Wellen und ein höheres Gewicht verstärken den Effekt. Wer lange fahren will, fliegt die meiste Zeit entspannt im Reisetempo.
Warum fühlt sich ein eFoil schneller an, als es ist?
Du stehst nur knapp über der Wasseroberfläche und siehst das Wasser direkt unter dir vorbeiziehen. Es gibt kaum Motorgeräusch, dafür spürst du den Fahrtwind und jede Bewegung des Boards. Deshalb wirken 30 km/h auf dem eFoil oft schneller als auf dem Fahrrad. Ein Blick auf das Display hilft dir, dein Tempo realistisch einzuschätzen.
Kann ich mein eFoil schneller machen, ohne ein neues Board zu kaufen?
Ja, dafür gibt es drei Stellschrauben. Du kannst in einen sportlicheren Fahrmodus wechseln oder mit einem positiven Shim am Stabilizer den Abtrieb am Heck verringern. Ein kleineres Wing-Set bringt ebenfalls mehr Tempo, zum Beispiel vom Freeride 1350 mit bis zu 46 km/h zum Freerace 900 mit bis zu 50 km/h. Dafür brauchst du mehr Tempo zum Abheben und mehr Fahrkönnen.